Wie mir ein Lied einen neuen Job verschaffte


Ich hatte einen üblen Tag in meinem verhassten Job überstanden und ich weinte bitterlich, als ich im strömende Regen nach Hause fuhr. Es war erst Mitte der Woche und ich wusste nicht, wie ich auch nur einen weiteren Tag in dieser Firma überstehen sollte.

"UNIVERSUM! ICH BRAUCHE DICH! ICH BRAUCHE EIN ZEICHEN, WAS ICH MACHEN SOLL!" schrie ich aus Leibeskräften in die schwarzen Wolken und schlug zur Bekräftigung verzweifelt auf das Lenkrad. Plötzlich wurde ich ganz ruhig.


Ich fuhr auf die rechte Spur und machte das Radio an. Es kam ein Lied, das ich nur mit einem einzigen Menschen auf der Welt verbinde. Es  war "Lola" von den Kinks und ich dachte an meine Schulfreundin Julia, die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ich fragte mich, wie es ihr wohl ergangen war und versuchte mich zu erinnern, wo es sie zuletzt hinverschlagen hatte. Ich kam nicht auf den Namen der Firma, sah aber plötzlich auf das Nummernschild vor mir- M-KS 2774

Da fiel es mir wieder ein! Die Agentur hieß KMS - 2.7.74 ist mein Geburtsdatum. Konnte das ein Zufall sein?


Ich fuhr wie der Blitz nach Hause und kramte in meinen alten Kontakten. Keine 10 Minuten telefonierte ich mit Julia und klagte ihr mein Leid.  Sie versprach ihren  ehemaligen Chef bei KMS für mich anzurufen. Er sei recht intuitiv, wie sie sagte, vielleicht wüsste er Rat.


3 Tage später fand ich mich in der Agentur bei eben diesem Chef wieder. Ich klagte ihm hemmungslos mein Leid-dass ich irgendwo falsch abgebogen war und nun in einem Job feststeckte, den ich nicht ausstehen konnte; dass ich weder besondere Talente , noch Vorlieben hatte und keine Ahnung, was ich weiter in meinem Berufsleben machen sollte. Nach einem 20 minütigen Monolog über meine Unfähigkeit bot er mir lächelnd einen Job an und ich war sprachlos. 


Scheinbar sah er etwas in mir, das mir entging und fand meine offenen Art irgendwie erfrischend. 


Bereits 6 Wochen später begann ich meinen neuen Job mit allen Komponenten, die ich mir gewünscht hatte. Aber auch, wenn es nicht der Job war, der wirklich zu mir passte (mehr dazu hier), habe ich einiges gelernt: 


1. Zeichen sind realer, als man denkt und

2. pass immer auf, was du dir wünschst (siehe hier)